Lage

Eschlikon liegt im sanft-hügeligen Tannzapfenland, im Süden des schweizer Kantons Thurgau, ca. 25 km südlich von Konstanz bzw. gleich weit westlich von St. Gallen.

Links

Wandergruppe Säublüemli, Eschlikon

Gemeinde Eschlikon


Strecke

Unsere erste ausländische IVV-Wanderung durchquerte auf kurzem Weg Eschlikon und ein kleines Industriegebiet , um dann parallel zu einer Eisenbahnlinie in die Natur einzuschwenken. Vorbei an kleinen Seen und großen Obstplantagen erreicht man schon bald die erste Kontrollstelle , wo der Wanderer von einem begeisterten Vierbeiner begrüßt wird. Der weitere Weg führt durch eine Bilderbuchlandschaft, die in sanftem Auf und Ab schließlich ins Tal der Murg führt . Nach einigen mehr oder weniger "urbanen" Metern schlägt sich der Weg wieder in die Natur -- und das im besten Sinne: Statt eines geteerten Feldwegs führt der Weg auf einem Wiesenweg an manch interessantem Detail vorbei . Dieser Weg führt durch ein "Naturdenkmal nationaler Bedeutung" und letztendlich nach Littenheid, wo ein kleiner Dorfweiher zum Verweilen einlädt . Diese Gelegenheit sollte auch genutzt werden, denn:

Nun geht es permanent aufwärts, sodass der VSL-Begeisterte seine vorher zurückgelegte Strecke beinahe aus der Vogel- bzw. Kuhperspektive beobachten kann . Ebenfalls zu beobachten ist der permanente Irrtum, dass man *jetzt* ja wohl ganz oben sein muss und es nun wirklich nicht noch weiter hochgehen kann. Es kann doch...

Der Aufstieg wird jedoch mit einem spektakulären Ausblick auf die immer noch schneebedeckten Alpen belohnt -- und mit der Hoffnung, dass es irgend wann wieder runter gehen muss. Dem ist auch so, auf glücklicherweise moderate und knieschonende Art.

So erreicht der nun doch schon etwas entkräftete Wanderer Sirnach, das geschickt durchwandert wird, ohne zu viel "städtisches" Flair genießen zu müssen . Der "Endspurt" verläuft nun -- sehr romantisch -- entlang eines kleinen Bächleins , sodass es schon sehr viel Willenskraft erfordert, seine Füße nicht hineinzutauchen.

Vom Bächlein abgebogen stellt der Wanderer überrascht fest, dass er nun wieder die Bahnlinie begleitet, die er vor ca. 4 Stunden bereits bewundern konnte -- nur auf der anderen Seite und in anderer Richtung . Ein finaler Aufstieg nach Eschlikon ("Wo kommt der Hubbel denn plöztlich her?") gibt endlich den Blick frei auf Altbekanntes, sodass man nur noch wenige Meter vom Ziel getrennt ist .

Fazit: Die beste aller bisherigen Wanderstrecken! Da werden sich alle anderen DVV-Veranstaltungen "warm anziehen" müssen, denn diese Wanderung wird kaum zu schlagen sein: Sehr sorgfältig gewählte Streckenführung. Das ganze gepaart mit einer sehr reizvollen Landschaft, die durch die Strecke voll zu Geltung kommt.

Einziges, klitzekleines Manko (wenn man überhaupt ein Manko finden kann): Uns wäre der lange, anstrengende Aufstieg zu einem früheren Zeitpunkt sympathischer gewesen. Wenn man sich schon auf dem Rückweg wähnt, fordert diese Topografie mehr, als uns lieb war.

Dennoch: Wir kommen auf jeden Fall wieder!

Organisation

Die Wegweisung war einfach perfekt . Keine Sekunde Verwirrung oder Unsicherheit, sodass man sich wirklich uneingeschränkt dem Wandergenuss hingeben kann.

Das Warenangebot der Kontrollstellen war umfangreich und alle Beteiligten außerordentlich freundlich. Da fühlten wir uns sehr gut aufgehoben und bestens versorgt.

Kontrollstellenbratwurst gab's leider keine, sodass der Autor mit einem vorsichtshalber entsprechend beschrifteten Sandwich vorlieb nehmen musste . Der kulinarische Knaller war das nicht, sodass bei den folgenden Kontrollstellen auf Nussgipfeli umgestiegen wurde. Die sind sehr zu empfehlen und als lecker schmeckender Energieriegel vielen Bratwurstversuchen unbedingt vorzuziehen.

Positiv hervorzuheben ist auch der Zieleinlauf bis 21:00 Uhr, sodass auch der Samstag-um-12-Uhr-Starter die 20 Kilometer in gemütlicher Geschwindigkeit absolvieren kann. (Im Gegensatz zu der vorherigen DVV-Veranstaltung in [Stetten], bei der zwischen frühestem Startzeitpunkt und spätesten Zieleinlauf gerade mal 5 Stunden liegen).

Bewertung

Ohne viele Wort: Perfekt! Deshalb noch nie dagewesene