Lage

Rotfelden ist ein Teilort von Ebhausen, das oberhalb des Nagoldtals im Landkreis Calw liegt.

Links

Wanderverein Rotfelden e.V.

Gemeinde Ebhausen, Teilort Rotfelden

Kamelhof Rotfelden


Strecke

Trotz Nordschwarzwald wartete eine weitere "heißeste DVV-Wanderung" auf uns. Am Ortsrand entlang bzw. sehr ortsrandnah führte die Strecke in einem kühnen Schlenker ins freie Feld und gleich einige Höhenmeter bergauf -- zu diesem frühen Zeitpunkt durchaus erträglich.

Der kurze Aufstieg wurde belohnt: Erst durch einen schönen Rückblick auf Rotfelden , dann durch einen erfreulich kühlen Wald , der uns bis nach Pfrondorf begleitete . Einem Déjà vu gleich wieder durch ein Wohngebiet und hernach aufwärts. Diesmal war die Hitze schon deutlich spürbar, zumal der Hang (leider) außerordentlich effizienten Windschatten bot.

Bald galt es sich zwischen der 10- und 20-Kilometer-Strecke zu entscheiden. Es siegte die Vernunft über das Wandervergnügen: Obwohl die 20 km vermutlich weiter herrlich waldig verlaufen würden, begnügten wir uns mit der Mitteldistanz. Die führte uns durch Mindersbach, auf herrlich weichem Waldweg um ein Naturschutzgebiet herum und über weiche Wiesen allmählich wieder Richtung Rotfelden.

Dabei "streifte" die Wanderung den Kamelhof, dessen Bewohner sich allerdings vornehm zurückzogen. Schade -- der Autor hatte sich ganz besonders auf die Kamelbegegnung gefreut und musste mit höckrigen Blechexemplaren vorlieb nehmen... Kamellos ging es daher direkt nach Rotfelden und nach dessen kurzer Durchquerung wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Spektakulär die gemessene Streckenlänge: 10.038 Meter, d.h. eine Abweichung von gerade mal 38 Metern! Endlich mal wieder keine "Mogelstrecke", sondern genau das, was der evtl. weit Angereiste erwarten darf...

Fazit: Die Strecke war erfreulich schattig und kühl, bot interessante Ausblicke und hatte den bisher "natürlichsten" Bodenbelag: Kilometerlange weiche Wald- und Wiesenwege schmeicheln Fuß und Wanderer weit mehr als die sonst üblichen geteerten Feldwege. Schade lediglich, dass der Kamelhof "hinterrücks" gestreift wurde -- hier hätte die Wanderung mit einer exotischen Besonderheit aufwarten können. So fasste der Autor die Gelegenheit beim Höcker, vor dem Heimweg dem Kamelhof noch einen automobilen Besuch abzustatten, sodass der Sonntag doch nicht ganz kamelfrei bleiben musste .

Wir hoffen so oder so auf wanderbareres Wetter im nächsten Jahr, um die zweifellos sehr attraktiven 20 Kilometer in Angriff nehmen zu können.

Organisation

Die Kontrollstellen waren optimal verteilt, gut bestückt und von sehr freundlichen Menschen besetzt. Die Strecke war hervorragend gewählt und sehr exakt bemessen. Sehr schön fanden wir die Idee, landschaftliche Highlights zu beschildern, sodass auch der Ortsunkundige nicht unkundig bleiben muss . Jedoch hätten gelegentlich zusätzliche Schilder oder Zusatz-Bändel aufkeimende Zweifel früher niederringen können.

Bratwurstrelevante Aussagen sind nicht möglich, da der Autor tageszeit- und temparaturbedingt ein belegtes Brötchen vorzog. Das war ohne Tadel und das abschließende koffeinhaltige Limonadengetränk so kalt wie gewünscht.

Bewertung

Über weite Strecken sehr angenehmer Wegbelag, schöne Aussichten, äußert exakte Länge, aber keine Kamele. Das gibt trotzdem