Lage

Mengen liegt an jener Stelle im Kreis Sigmaringen, wo sich die Wasser von Ablach, Donau und Ostrach vermengen.

Links

Stadt Mengen


Strecke

Die DVV-Strecke von Mengen gehört in die Kategorie der "Frühentscheider": Bereits beim Verlassen der Halle verlassen sich die 5- und 11-km-Wanderer .

Unsereins wandte sich gespannt nach links -- und wenige Meter später fragend an zufällig anwesende Mitwanderer: Eine unklare Streckenkennzeichnung sorgte für Verwirrung... Dennoch fanden wir den Weg aus Mengen durch das Tal der Ablach, das sich jahreszeitlich bedingt optisch eintönig, aber olfaktorisch herausfordernd präsentierte . Ein einsamer Briefkasten bewegte uns zum Verlassen des Tales - nicht bewegt hingegen hat sich (zum Glück) ein als IVV-Wegweiser-Halter zweckentfremdeter Bagger . Dieser sorgte für erneute Wo-gehts-denn-hin-Verwirrung und ein banaler Schwenk um 90° hätte Scharen von Wanderern in die Irre geführt...

Trotzdem erreichten wir nach wenigen erklommenen Höhenmeter eine noch schneebedeckte Waldlandschaft , die Zeugnisse eifrigen Jagdtreibens und heftigen Schneebruchs ablegte und mindestens 50% unserer Wandergruppe entfernt an San Francisco erinnerte .

Den Wald verlassend wandert der DVVler am Trauf des Ostrachtals entlang, durchquert Granheim und genießt den Blick in die Ferne . Dabei versucht er, sich nicht vom dem schneidig-kalten Wind stören zu lassen, gegen den er aufgrund geographischer Fehlprognosen des Autors nicht ausreichend gewappnet war: Nicht überall an der Donau ist es warm, nicht immer liegt die Donau knapp über dem Meeresspiegel...

Glücklicherweise lockte schon bald eine Kontrollstelle mit entsprechender Wärm- und Ernährungsmöglichkeit , die sofort einschlägig genutzt wurde . Kauend durchquerten wir ein letztes, kurzes Waldstück, um sanft absteigend dem Ziel entgegen zu marschieren .

Fazit: Die Streckenführung war gut und abwechlungsreich: Tal und "Berg", Wald und Flur, Weitblick und Weiler -- eigentlich eine rundum gelungene Wahl. Die weniger sympathischen Begleiterscheinungen auf dem Weg lagen (fast) allesamt außerhalb der Verantwortung der Veranstalter: Die Wandergruppe Mengen-Rulfingen kann weder etwas für den sehr frischen Wind noch für die thermische Fehleinschätzung des Autors. Auch die großzügige Ausbringung der Flüssigemissionen von milcherzeugenden Großvieheinheiten war eher ein bedauerlicher Zufall.

Exkurs: Dem ornithologisch Interessierten sei ein Abstecher in die Stadtmitte angeraten: Dort nährt sich die Hoffnung, dass die Deutschen doch nicht so schnell aussterben wie befürchtet .

Organisation

Großzügiges Parkplatzangebot und abwechslungsreiche Strecke -- so stellt man sich eigentlich eine DVV-Wanderung vor. "Eigentlich", weil die Strecke zuweilen sehr sparsam gekennzeichnet war, sodass pfadfinderische Fähigkeiten gefragt waren. Mehrmals stießen wir auf eifrig diskutierende Mitteilnehmer und mehrmals waren wir etliche hundert Meter unsicher, ob wir uns nicht auf Abwegen befinden. Schade, denn der Reiz einer DVV-Wanderung liegt nach Meinung des Autors unter anderem darin, sich von Navigationssorgen befreit durch die Landschaft bewegen zu können.

Speziell den Autor lockt ein weiterer Reiz namens Bratwurst. Die zweite Kontrollstelle bot solche feil , doch die Zubereitungsart war eher ein Fritieren denn ein Braten, sodass das Wohlbefinden im letzten Streckenabschnitt eher minderer Qualität war.

Bewertung

Eigentlich schöne Strecke, die allerdings Orientierungssinn und Verdauungsorgan unerwartet stark in Anspruch nimmt -- das gibt