Lage

Magstadt ist ein Stadtteil von Sindelfingen und liegt -- eingebettet in einer Hügellandschaft -- zwischen Sindelfinden und Leonberg.

Strecke

Wir wollten im Jahr 2006 keine DVV-Möglichkeit ungenutzt lassen, deshalb standen wir -- übernächtigt, aber noch rechtzeitig -- an Neujahr um ca. 12:30 am Start. Von dort führte uns der Weg zunächst kurz durch ein Wohn- und Industriegebiet, dann einen kleinen Berg hinauf in den winterlichen Wald . Am Ende des Waldes ging es wieder abwärts (aufgrund des Glatteises manchmal schneller als gewünscht) durch eine Schrebergartensiedlung, die auch für Extremweitwanderer eine vorbildliche Beschilderung bereithält .

Kurz den Ortsrand gestreift und wieder gings ein über Feld und Flur, um anschließend Magstadt auf denkbar kurzem Weg zu queren und die nächste Hochfläche zu erklimmen . An einem imposanten Umspannwerk vorbei (für Elektrosmogpanische eher ungeeignet ;-)) führte uns der Weg erneut durch Feld und Wald, um einem großen Schlenker um die Ortschaft herumzuleiten.

Auch hier hat die Wegfindungskomission alles getan, um eine innerörtliche Wanderung zu verhindern: Links eine stillliegenden Bahnlinie, rechts Felder, in der Mitte ein Feldweg . Auf diesem Weg tangierten wir den Ortsrand, bis es ziemlich direkten Weges zum Ziel zurückging.

Die eigentlich sehr löbliche Absicht, urbane Passagen durch naturnahe Feldwege zu vermeiden, war witterungsbedingt leider eine ziemliche Schlammschlacht und Rutschpartie: Aufgrund heftigen Tauwetters wähnte sich der Wanderer entweder in freiem Fall auf betonhartes Eis und/oder in weichen, tiefen Matsch. So waren die letzten zwei Kilomenter nur in gemächlichem Schneckentempo zu absolvieren und der "gute Rutsch ins neue Jahr" bekam eine völlig neue Bedeutung...

Fazit: Eine nette Strecke, die gerade dem etwas derangierten Neujahrswanderer viel Abwechslung und frische Luft bietet. Die hatte er auch nötig, um die auf den letzten Kilometern sehr schwierige Piste unfallfrei zu absolvieren. Unter regulären Bedingungen wäre die Tour Fünf-Wanderschuh-verdächtig.

Organisation

Großartig! Schon die Start-Ziel-Halle suchte ihresgleichen. Regelmäßige Patroullienfahrten des DRK sowie "Notfallnummer" auf der Teilnahmekarte -- aufgrund des "Straßenzustandes" wusste man diese Fürsorge sehr zu schätzen. Die Kontrollstellen waren sehr ansprechend gelegene Waldhütten mit fulminantem Angebot an Speisen und Getränken (folglich sahen wir dort mehr Wanderer als auf der ganzen Strecke zusammen).

Da sich der Autor auf der Strecke des Bratwurstdopings enthielt, musste diese auf den Zieleinlauf warten -- und entpuppte sich einmal mehr als eine aus Heißwasser geangelte Rote Wurst . Aufgrund eines kompetenten Tipps einer DVV-erfahrenen Ernährungsberaterin wird der Bratwurstbegeisterte dieses Missgeschick bei künftigen Veranstaltungen zu verhindern wissen. Dennoch: Die Abwicklung der Speisung verlief -- wie alles -- äußerst professionell.

Detail am Rande 1: Während üblicherweise der Autofahrer vor unvorsichtigen Wandersleuten gewarnt wird (z.B. in [Marbach] und [Roßwangen]), ist es hier genau umgekehrt . Da macht Sindelfingen seinem Ruf als Autostadt alle Ehre ;-).

Detail am Rande 2: Liegt es am Termin, an der Strecke, an der perfekten Planung? Warum auch immer -- das Teilnehmerfeld war ungewöhnlich international .

Bewertung

Schöne Streckenführung, grandiose Unterwegsverpflegung, perfekte Organisation -- doch leider "too much Matsch", daher: