Lage

Grabenstetten liegt im Landkreis Reutlingen oberhalb von Bad Urach am Heidegraben, einem keltischem Opodium. [Wer schon immer wissen wollte, was ein keltisches Opodium ist, möge bei Wikipedia nachschauen...]

Links

Gemeinde Grabenstetten

TSV Grabenstetten


Strecke

An der Westkante der Veranstaltungshalle beginnt bereits der Weg durch die freie Natur und verläuft -- durch weiß verzuckerte Winterlandschaft -- direkten Weges Richtung Albtrauf. An diesem entlang mäandert der Weg durch einen Wald langsam Richtung Süden , durch die winterlich kahlen Bäume fällt der Blick immer wieder ins Tal. Dabei absolviert der Wanderer fast unbemerkt etliche Höhenmeter, um nach 5 Kilometer sehr schönen Mäandrierens wieder die Hochfläche zu erreichen und den Wald zu verlassen .

Einem kurzen Intermezzo durch immer noch weiß verzuckerte Felder folgt der Endspurt parallel zu einer Kreisstraße. Diese Streckenführung erlaubt einen Blick auf das keltische Oppidum , das sich dem geschichtlichen Laien witterungsbedingt allerdings lediglich als sehr, sehr langer Schneehaufen darstellt -- trotzdem eine gelungene Abwechslung an der nicht wenig frequentierten Kreisstraße. Der Straße entlang erreicht der Wanderer wieder Grabenstetten , um dann nach sagenhaften 300 Metern "urbanen" Weges wieder zur Veranstaltungshalle zu gelangen.

Fazit: Die Streckenführung machte große Freude: Direkt hinter der Halle beginnt die Natur, die Straßen-Parallel-Passage wird durch ein geschichtlich interessantes Kleinod (genau: das keltische Opodium) aufgelockert. Die winterlichen Wege waren durch die großartige Präperation durch die Veranstalter sehr gut bewanderbar.

Organisation

So macht das DVV-Wandern Spaß! Bereits bei der Ankunft überzeugte ein routinierter und freundlicher Parkplatz-Service, der dem PKW-anreisenden Wandersfreund die lästige Parkplatzsuche sehr erleichterte.

Die Wanderstrecke war hervorragend gewählt und bestens präpariert , eisige Passagen waren durch Split entschärft, sodass sich der Wanderer ganz auf die schöne Landschaft und Aussichten konzentrieren konnte. Die Beschilderung war eigentlich nicht nötig, da der Weg eigentlich "selbsterklärend" war -- trotzdem wiesen viele kleine Schildchen den richtigen Weg .

Kleines Manko? Die Kontrollstellen waren aufgrund der Wegführung lediglich spartanische Bauwagen, deren Angebot sich auf Stempel, heißen Tee und Obstwasser beschränkte. Doch besser so, als "mit Gewalt" einen weniger attraktiven Weg anzubieten, um kulinarisch wertvolle Zwischenstopps zu ermöglichen.

Aufgrund der wurstlosen Unterwegsverpflegung ließ sich eine Zielbratwurst nicht vermeiden. Aufgrund der etwas verrauchten Halle konnte die geschmackliche Qualität nicht beurteilt werden, aber selbst das tat der Begeisterung für die Veranstaltung keinen Abbruch.

Bewertung

Freundlicher Parkplatz-Service, großartige Strecke, hervorragend gepflegte Wege und ein keltisches Opodium -- das gibt trotz spärlicher Stempelstellenverpflegung und 1,4 Straßen-Parallel-Kilometer: