DVV Wanderung Betzweiler-Wälde

Lage

Betzweiler-Wälde liegt im Landkreis Freudenstadt und ist seit nicht mal einem halben Jahr in den Luftkurort Loßburg eingemeindet.

(Davon zeugt auch die an der Wanderstrecke gelegene Eingemeindungslinde, die der Autor in Unkenntnis der historischen Umstände abzulichten nicht in Erwägung gezogen hatte.)

Links

TGFKABW (The Gemeinde formerly known as Betzweiler-Wälde)


Strecke

Direkt nach dem Start erwartet den Wanderer ein biotopisches Kleinod , dem bald Kleinode anderer Kategorien folgen. Der Weg folgt hingegen nicht dem Verlauf des Tals, sondern klettert in kühnen Bögen etliche Höhenmeter höher. Dort angekommen windet sich der Weg in gemütlichen Schlenkern auf der Hochfläche und weiß durch ungewöhnliche Ortsnamen zu unterhalten (, in näherer Umgebung lauern noch unterhaltsamere Ortsnamensorte der Durchwanderung ;-))).

In weiterer Umgebung hingegen wähnt der Wanderer die Burg Hohenzollern und wundert sich daher über eine einschlägig benannte Rastbank . Ein kurzes Probesitzen aber zeigt: Ja, der Name ist korrekt gewählt !

Und wer einen Aufstieg wählt, muss auch einen Abstieg in Kauf nehmen. Daher ging es langsam wieder zurück ins Tal, begleitet von leichtem Nieselregel und verwunderten Blicken derer, die sich den Aufenthalt im Freien nur bedingt selbst ausgesucht haben .

Die letzten Kilometer kehrt der Teilnehmer auf demselben Weg zurück, auf dem er begonnen hat. Damit hat der Wanderer erneut Gelegenheit, sich jenem Biotop zu widmen , das sich aufgrund der Witterung in mehrfacher Hinsicht als Feuchtbiotop bezeichnen lassen darf.

Fazit: Die Strecke war solide gewählt, hinreichend abwechslungsreich und aufgrund des identischen Anfangs-/Endkilometers ungewöhnlich.

Organisation

Die örtliche Feuerwehr gab einen hervorragenden Parkplatzsuch- und Einparkunterstützungsservice ab, der den Parkplatzmangel Betzweiler mehr als wett machte (und einem einen unfreiwilligen Zusatzkilometer bescherte). Die Kontrollstellen waren gut verteilt, die Markierung ohne Makel. Besonders gut gefallen haben uns die in sinnvollem Abstand nach den Kontrollstellen angebrachten Müllsammler, die auch die umweltignoranten Wanderer zu korrekter Becherentsorgung anhalten sollten.

Enttäuschend -- sehr enttäuschend -- war leider die Tatsache, dass kein Abzeichenwart anwesend war ("Der kommt nie zu uns"). Ob diese Enttäuschung in das "Hoheitsgebiet" des Veranstalters, des zuständigen Abzeichenwarts oder sonst jemanden fällt, können wir nicht beurteilen -- auf jeden Fall hat es den Eindruck der Wanderung nachhaltig getrübt.

Es ist einfach schade, wenn der Teilnehmer voll des Stolzes ins Ziel eintrudelt und dann auf die wohlverdiente Belohnung verzichten muss. Sie erst bei der nächsten (übernächsten, überübernächsten...) Veranstaltung zu bekommen, ist ein motivationspsychologisch bedeutsamer Unterschied. Dasselbe durften wir bereits anlässlich unserer ersten Abzeichenerwanderungsveranstaltung erleben, da hatte der Abzeichenwart offensichtlich keine Lust mehr und ist Stunden vor Zielschluss verschwunden. Vielleicht klappts ja mal beim nächsten Abzeichen...

Bewertung

Solide, aquaphile Strecke, gut platzierte Kontrollstellen, freundlicher Parkplatzservice, aber kein Abzeichenwart -- das gibt gerade noch